Die Burganlage
Schenkenberg, hoch über dem Dorf Thalheim auf einem bewaldeten
Bergkegel gelegen, ist die wohl umfangreichste und markanteste
mittelalterliche Ruine im Kanton Aargau. Vom restlichen Berggrat durch
einen Halsgraben getrennt, ist sie nur von den nördlich gelegenen
Schenkenbergerhöfen her (6
auf der Karte) einigermassen leicht zugänglich.
Der Aufstieg zur Ruine Schenkenberg
dauert rund 40 Minuten und beginnt bei der
Haltestelle Thalheim Unterdorf (1 auf
der Karte) der Postautolinie
Brugg - Thalheim.
Es handelt sich dabei um einen
offiziellen, ausgeschilderten Wanderweg (auf der Karte rot eingezeichnet),
der zuerst einer Quartierstrasse im Dorf, dann einem Feldweg folgt,
sich im Wald zu einem Trampelpfad verengt und erst im Schlussaufstieg
wieder zum breiten Waldweg weitet.
Als inoffizielle Alternative
eignet sich die auf der Karte violettrot eingezeichnete, allerdings
nicht weiter markierte Route (keine Wegweiser). Sie führt auf gut unterhaltenen
Feldwegen nördlich um den Burghügel herum, ist etwas länger, deutlich
flacher, damit aber auch absolut kinderwagentauglich.
Von der
Postautohaltestelle (1
auf der Karte) führt der Weg für beide Varianten zuerst flach durch
das Dorf, entlang einem Holzstapelplatz und verschiedenen Gewerbebetrieben,
später dem Bach folgend zum Waldrand (2
auf der Karte). Hier endet die geteerte Strasse.
Der offizielle Wanderweg steigt
nun stärker an und folgt einem Feldweg zuerst durch Wiesen dann dem
Rebberg (3 auf der Karte) entlang. Hier
bietet sich eine herrliche Aussicht über Dorf und Tal.
Weiter geht es in den Wald.
Der Weg wird zum Trampelpfad und steigt steiler an. Am nördlichen Waldrand
entlang (4 auf der Karte), wird er wieder
etwas flacher, dafür muss man hier aufpassen um nicht über eine der
vielen hochliegenden Baumwurzeln zu stolpern. Der Blick geht hier hinüber
zu den Schenkenbergerhöfen (6 auf der Karte).
Das mächtige Gebäude mit dem tiefreichenden Dach und dem Treppengiebel
ist die ehemalige Schlossscheune.
Nun folgt nur noch ein kurzer
Aufstieg durch den Wald zur Ruine (5 auf
der Karte). Hier wartet ein romantisches Gemäuer darauf entdeckt zu
werden. Aber Vorsicht: Vom Klettern auf den Mauern ist abzuraten, sie
sind ungesichert, fallen steil ab und es könnten sich Brocken aus dem
Mauerwerk lösen! Dafür bietet sich eine prächtige Aussicht über das
Dorf Thalheim und weit das Tal hinab und es lädt eine Feuerstelle zum
Rasten ein.
Der Abstieg, diesmal über die flachere
nördliche Route, führt an den Schenkenbergerhöfen mit der
Schlossscheune (6
auf der Karte) vorbei an den gegenüberliegenden Waldrand. Von hier
schweift der Blick zurück und die Burgruine Schenkenberg präsentiert
sich von der Rückseite her noch einmal in imposanter Grösse auf dem
Berggipfel.

Der Weg folgt jetzt ein Stück weit dem
Waldrand. Durch satte Wiesen an dem Einzelgehöft Milchbrunnen (7
auf der Karte) vorbei wandern wir durch den Engpass zurück zur Weggabelung (2
auf der Karte), wo sich die beiden Routen wieder treffen.
Für die Rückfahrt mit dem Postauto
bieten sich entweder die Haltestelle Thalheim Dorfplatz oder
Thalheim
Post (7
auf der Karte) an. Die Haltestelle Thalheim Unterdorf, wo der Aufstieg
zur Ruine begann, kommt nicht in Frage, weil hier der Bus in Richtung
Brugg (talabwärts) nicht hält.
Willi Schaffner, 2000 /
2001/ 2007
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